„Aber Manchmal Doch“ heißt die zweite EP von Lilou, die im Herbst 2016 bei Retter des Rock Records erschienen ist. Ein Titel, der die zuweilen zaghafte, aber doch sehr zielstrebige Seite der jungen Künstlerin beleuchtet. Lilous Stimme ist klar, ihr Gesang angenehm unaufgeregt. Verhallte Gitarrenlicks und umherschwirrende Stimmen werden von einem warmen Bandsound getragen. Aber auch über die klassische Popbesetzung hinaus, greifen in den sechs Stücken zahlreiche Instrumente geschickt ineinander und lassen dabei viel Raum für Lilous bildhafte Sprache.

„90 Dezibel Melancholie, Drum & Bass Monotonie
Zumindest ist dann alles taub – jede Leere überspielt
Dieser Club ist so kaputt, vielleicht bin ich Miss Anthropie
So nüchtern war ich hier noch nie.“

Lilou ist eine Geschichtenerzählerin und Strophen wie diese sind es, die die Stimmung greifbar machen und so tief berühren. Oft tragen die Songs eine stille Melancholie in sich, während ihre Musik insgesamt befreiend wirkt. Denn, wie Lilou selbst über ihre Platte sagt, „hinter all der Zerrissenheit steckt ein unübersehbarer Lichtblick.“

Angefangen als Singer-Songwriterin im Alleingang, wurde sie 2010 als Bundespreisträgerin des „Treffen junge Musikszene“ von den Berliner Festspielen ausgezeichnet. Nach der ersten, über Crowdfunding finanzierten CD folgten bald weitere Stipendien. Darunter u.a. eine zweijährige „Pop Masterclass“ der Popförderung Mannheim, in deren Rahmen schließlich auch das Livevideo zu „Mit der Nacht“ entstand, das bislang knapp 10.000 Mal angesehen wurde.

Mit ihrer aktuellen Single „In Berlin“ erzielte Lilou kürzlich eine Musikvorstellung beim WDR2, sowie eine Platzierung
in den Ruhrcharts Top20 für mehrere Wochen. Darüber hinaus organisierte sie in Eigenregie bereits zwei Tourneen durch Clubs und Szenebars für ihre fünfköpfige Bandbesetzung. Dass sie auch größeres Publikum begeistern kann, zeigte sie letzten Sommer im Vorprogramm von NENA vor knapp 4.000 Zuschauern.

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